Besondere Bedingungen bei der Ausübung des Angelsportes

  • Der Berufsfischer hat das Vorrecht vor dem Angler und darf in seiner Tätigkeit nicht behindert werden.
  • Geangelt werden darf tagsüber von 1 Stunde vor Sonnenaufgang bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang (Sommerzeit beachten), sofern keine für das Gewässer gültige Nachtangelerlaubnis vorliegt.
  • Von Fischfanggeräten und Fischereieinrichtungen ist ein Abstand von mindestens 50 m, von Fischpässen von 100 m im Umkreis einzuhalten.
  • Das Betreten und Befahren des Geleges (mit Überwasserpflanzen und/oder Seerosenbeständen bewachsene wasserseitige Uferzone) ist untersagt. Das Angeln am Gelege ist vom Ufer aus oder vom vor dem Gelege verankerten Boot aus zulässig.
  • Die Benutzung der Raubfischangel ist nur mit gültigem Fischereischein gestattet.
  • Je Angel ist nur ein Köder zulässig. Zum Fang ausgelegte Angelgeräte sind ständig zu beaufsichtigen.
  • Die Verwendung von Fischen oder Fischfetzen oder von Fleisch und deren künstliche Nachbildungen als Köder beim Friedfischangeln ist unzulässig. Die genannten Köder gelten als Raubfischköder.
  • Die Verwendung von Krebsen jeglicher Art als Köder ist verboten.
  • Als Köderfische dürfen nur getötete Barsche, Kaulbarsche, Plötzen, Bleie und Güstern verwendet werden. Köderfische dürfen nur am Tage ihres Fanges und in dem Gewässer verwendet werden, aus dem sie gefangen wurden. Im weiteren gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
  • Für folgende Arten bestehen Fangbeschränkungen. An einem Angeltag dürfen nur insgesamt zwei Fische der Arten - Karpfen, Schleie, Aal, Quappe und Wels und ein Fisch der Arten - Hecht und Zander gefangen und angeeignet werden.
  • Mindestmaße für folgende Fischarten sind:
    25 cm für Schleie ;
    30 cm für Quappe;
    40 cm für Rapfen;
    50 cm für Aal, Hecht und Zander.
    Für Karpfen gilt ein Fangfenster von 35 cm (Mindestmaß) bis 70 cm (Höchstmaß zur Laichfischschonung).
  • Gefangene untermaßige Fische oder während der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend in das Gewässer, aus dem sie geangelt worden sind, zurückzusetzen. Haben die Fische den Haken tief geschluckt, ist vor dem Zurücksetzen, die Schnur in Höhe der Kopfspitze zu durchtrennen.
  • Auf folgende Fischarten darf zu nachfolgend aufgeführten Zeiten nicht geangelt werden:
    Land Brandenburg
    Hecht 1. Februar bis 31. März
    Zander 1. April bis 31. Mai
    Sachsen-Anhalt
    Hecht 15. Februar bis 30. April
    Zander 5. Februar bis 31. Mai
    Im übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
  • Angeln vom Wasserfahrzeug ist nur vom verankerten Wasserfahrzeug aus zulässig. Das Schleppangeln ist verboten.
  • Der Gebrauch von Echoloten zum Fischfinden ist verboten.
  • Die gefangenen Fische sind nur für den Eigenbedarf zu verwenden.
  • Das Auftreten von Fischsterben oder Gewässerverunreinigungen ist den Fischereibehörden oder dem Fischereiausübungsberechtigten unverzüglich anzuzeigen.
  • Bei Verstößen des Inhabers dieser Angelkarte gegen die geltenden Rechtsvorschriften auf dem Gebiet der Fischerei oder gegen die auf dieser Angelkarte genannten Bedingungen für die Ausübung des Angelsportes verliert diese Angelkarte unbeschadet der weiteren Rechtsverfolgung ihre Gültigkeit und kann von Fischereiaufsehern, Polizei, Wasserschutzpolizei, Fischern sowie von bevollmächtigten Personen sofort und entschädigungslos eingezogen werden. Zusätzlich kann ein unbefristetes Angelverbot für die Gewässer der Fischereischutzgenossenschaft erteilt werden. Unabhängig davon verpflichtet sich der Inhaber mit seiner Unterschrift auf diesem Fischereierlaubnisvertrag (Angelkarte) im Fall des Verstoßes gegen eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrages zur Zahlung einer Vertragsstrafe bis 500,00 s an die Fischereischutzgenossenschaft.
  • Bei der Ausübung des Angelns sind die erforderlichen Dokumente (insbesondere der Nachweis über die Entrichtung der Fischereiabgabe für das laufende Kalenderjahr) mitzuführen und auf Verlangen den Kontrollberechtigten (Fischereiaufsicht, Wasserschutzpolizei, Fischereirechtsausübungsberechtigte u. a. Kontrollberechtigten) vorzuweisen.
  • Die Angelkarte ist nur gültig, wenn sie vollständig ausgefüllt ist, die geforderten Angaben zum Inhaber der Karte eingetragen sind und vom Inhaber unterschrieben wurde. Die Karte ist ungültig, wenn außer den geforderten Angaben und Unterschriften Veränderungen am gedruckten Text der Karte vorgenommen werden und/oder die Geltungsdauer nicht eingetragen ist.
  • Bei Verlust der Angelkarte wird kein Ersatz geleistet.
  • Die Teilnahme an Gemeinschaftsangeln mit dieser Angelkarte in den benannten Gewässern ist verboten, wenn für das jeweilige Gemeinschaftsangeln nicht die Zustimmung der Fischereiausübungsberechtigten bzw. der Hegeauftrag der Fischereischutzgenossenschaft vorliegt.
  • Sollte eine der oben aufgeführten Bestimmungen durch möglicherweise ergehende gesetzliche Bestimmungen unwirksam werden oder gegen geltendes Recht verstoßen, so soll das die Gültigkeit dieser Angelkarte nicht berühren. Es gelten dann diejenigen Regelungen, die der unwirksamen Bestimmung entsprechen.
  • Diese Angelkarte ist nicht übertragbar.
  • Die Einhaltung etwasiger naturschutzrechtlicher Bestimmungen am Gewässer obliegt dem Inhaber der Angelkarte eigenverantwortlich.